Karins Adventskalender
 

18. Dezember



Amaryllis

Amaryllis - Aquarell von Karin Rohner

Amaryllis


Es gab eine Zeit, da mochte ich die Amaryllis überhaupt
nicht. Für mich sah sie aus, wie ein hoher kahler Stamm mit riesigen  Blüten obendrauf.
Inzwischen hegte und pflegte ich selbst einige dieser Pflanzen auf meiner Fensterbank und habe mich mit ihnen angefreundet. Es gibt kaum etwas Interessanteres, als an Herbst- und Wintertagen zu beobachten, wie diese Pflanzen der Winterruhe ein Schnippchen schlagen. Aus der scheinbar verdorrten Zwiebel  wachsen innerhalb weniger Tage (in diesem Jahr sind es schon Wochen - ich warte und warte...) ein paar grüne "Mausohren".  Wenn man Glück hat, entwickelt sich aus dem Mausohr kein Blatt, sondern eine Knospe, die täglich dicker wird, während der Stamm sich höher und höher reckt, der Sonne entgegen.
Und wenn die Amaryllis dann blüht - das ist jedesmal eine  Sensation.   



Blumen-Rondeau

Suchst du die Antwort auf dein Fragen,
solltest du es mit Blumen sagen.
Vielleicht schreibst du auch ein Gedicht!
Ich wüsst nicht, was dagegen spricht.
Darum mein Freund, nur nicht verzagen!

Wie schön ist's, wenn die Winterklagen
verstummen und an Frühlingstagen
die Sonne durch das Dunkel bricht.
Aus Blumen.

Und innendrin wächst Wohlbehagen.
Die Welt lässt sich viel leichter tragen,
malst du ihr Blumen auf's Gesicht.
Nur brechen solltest du sie nicht.
Das würde ihnen nicht behagen,
den Blumen.

© Karin Rohner 2003
Amaryllis

Weiße Amaryllis - Aquarell von Karin Rohner

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